Welpenprägung in den ersten acht Wochen bei uns

Bei uns beginnt die Welpenprägung bereits in der vorgeburtlichen Phase, in der der Tastsinn des ungeborenen
Welpen schon funktioniert. In der Tragephase – wie auch sonst - geniesst es unsere Hündin, sich den Bauch kraulen zu lassen.
Dem kommen wir gerne nach …. und allen Beteiligten gefällt es :-) .


Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich der sogenannte „Streicheleffekt“ (durch den Mutterbauch hindurch), schon darauf
auswirkt, dass die jungen Welpen viel berührungsunempfindlicher sind und somit auch ein ausgeglicheneres Verhalten entwickeln
können. Ausserdem kann sich dies auch auf eine bessere Bindung zu dem späteren Besitzer auswirken.

Sind die Welpen geboren, spielt sich bei uns alles rund um die Wurfkiste – die im Wohnbereich steht – ab.
In den ersten 4 Lebenswochen leben Mensch – und Hunderudel somit ganz eng beisammen.

     
       

Die noch “blinden“ und “tauben“ Welpen bekommen ein altersgerechtes „Förderprogramm“.

In den ersten Tagen ist die Mutterhündin rund um die Uhr für ihre Welpen da. Sie säugt, wärmt, putzt und säubert ihren Nachwuchs.
  Wir beginnen in kleinen Schritten mit der Prägung auf Menschen, beim Kuscheln und Wiegen.

 

  

Durch sinnvolle “Übungen“ kann man als Züchter jetzt schon die Sinnesentwicklung fördern so dass die Welpen schon mit
bestimmten “Stressfaktoren“ umgehen können.

Nimmt man die Welpen in die Hand, wird der Geruchssinn angeregt. Der Welpe kann so den Geruch zwischen Mensch, Geschwistern
und Mutterhündin unterscheiden. Ebenso kann der Gleichgewichts- sowie der Tastsinn durch Berührungen bzw. Bewegungen
stimuliert werden. Auch das tägliche Wiegen gehört zum "Programm".

 

Dass die Berührungen dem Welpen gefallen kann man daran erkennen, dass er oft und gerne z.B. auf der Handfläche einschläft.
Er lernt so, in jeder Situation einschlafen zu können.

   

          

Das Streicheln verschiedener Körperteile ( Pfötchen, Ohren etc.) wird für den Welpen später als angenehm empfunden
und somit selbstverständlich sein.

 
Ab dem 13. Lebenstag bis zum vollständigen Öffnen des Gehörgangs ( ca. 18.-20.Tag ) strömen viele neue Eindrücke der Aussenwelt
auf den Welpen ein. Die Wahrnehmung nimmt nun ständig zu und die kleinen Hunde beginnen zuerst mit wackeligen Schritten zu laufen.
Wenn wir die Hände in die Wurfkiste halten kommen die Welpen mit den unterschiedlichsten Geräuschen auf uns zu
und suchen
den Kontakt zu uns. 
Die Welpen können sich nun auch gegenseitig wahrnehmen, bepföteln und werden zu Spielgefährten. Die Hündin überwacht die
Fortentwicklung ihrer Welpen. In dieser Zeit kann man erkennen, dass die Neugier der Welpen geweckt wird.

 

Da der Freiheitsdrang der jungen Hovawarte immer mehr zunimmt, erweitert sich die Wurfkiste indem nun das ganze Esszimmer
zur Erkundung zur Verfügung steht.

       

   

Die Zeit der “Sozialisation“ beginnt u.a. mit der erweiterten Umwelt bei uns. Verschiedene Geräusche wie Musik, Staubsauger, Fön,
Quirl, Telefon usw. werden ab nun wahrgenommen.

   

Erste “Spielzeuge“ in Miniaturausfertigung werden gerne angenommen. Sei es ein sehr kleiner Baumwollknoten zum Tragen oder Zergeln untereinander oder kleine Stoffspieltiere.

    

Selbstverständlich gehört auch das Kuscheln und "Bespielen" der Welpen während der ganzen Zeit bei uns mit zum Tagesablauf. 

  

Das Spiel der Welpen untereinander sowie mit der Mutterhündin oder auch anderen im Haushalt lebenden Hunden ( hier Anjo) wird immer wichtiger. Hierdurch lernen die Welpen die Hundesprache. Sie lernen die Signale selbst einzusetzen sowie zu deuten. Dazu gehört auch das
Einüben der Beisshemmung.

                 

Nach drei Wochen laden wir immer wieder den Welpen unbekannte grosse & kleine Menschen zu uns ein. Ausserdem legen wir viel Wert auf häufige Besuche unserer Welpeninteressenten.

    

  
    

Nach ca. 4 Wochen – je nach Wetterlage – ziehen die Welpen, die Hündin und auch wir tagsüber auf den Welpenspielplatz in
unseren Garten um. In der Nacht sind alle großen und kleinen Hunde im Haus.

    

   

Eika erzieht dort ihre Welpen liebevoll, instinktsicher und konsequent.

 

      

  
 

Wir bieten wir den Welpen immer wieder wechselnde und wohldosierte Eindrücke. Dazu gehören verschiedene harte, weiche oder

rutschige Untergründe, Spielzeuge, akustische sowie optische Reize wie z.B. Holz, Rasen, Sand, Gitterroste, Planen, Tunnel,
Bällchen- und Wasserbad, Klapperdosen, Holzrasseln, Flatterbänder, sich bewegende Gegenstände, Wippe, Wackelbretter,
eine Hängebrücke, Laufdiel etc. sowie

alltägliche Gegenstände / Geräusche wie z.B. Regenschirm, Capes, Rasenmäher, Bohrmaschine, Kreissäge, eine Geräusche – CD mit Martinshorn, Glockenlang, Feuerwerk usw. ,
Natürlich haben sie immer die Möglichkeit den Spiel – und Beutetrieb mit den Wurfgeschwistern, der Mutterhündin und uns Menschen auszuleben.
   

   

     
   

   


 
      
   
 
 
 

      
 

Ein weiterer Artgenosse ist Anjo, der "grosse Bruder" aus unserem A-Wurf. Er geniesst das Gewusel der Zwerge und hat schon manches Haar lassen müssen. Eika & Anjo leisten einen grossen Teil der Welpenbeschäftigung. Genau dosiertes Tauziehen "Gross" gegen mehrere "Kleine"; Welpenspielzeug wegtragen und warten, dass sie Zwerge es ihnen wieder "abjagen"; die Welpen - die sich an den Rutenhaaren "festgebissen" haben - durch die Gegend tragen oder auch einfach nur zum Ankuscheln da sein.

     
  

Erste Autofahrten, die Gewöhnung an Halsbänder, der Besuch des jeweiligen Deckrüden… auch diese Dinge gehören dazu. 

                   

Durch all diese Erfahrungen ist der Welpe schon “vortrainiert“ :-).

Das Herankommen des Welpen – bei uns heisst es “Babies, hiiiier“ – wir durch Lob und Leckerchen bestätigt und lässt unsere kleinen Hovis schnell und freudig zu uns kommen. Auch die grossen und kleinen “Geschäfte“ werden – da sie draussen erledigt werden - mit “Feiiin“  gelobt. Alle Dinge die die Welpen gut machen werden bestätigt … schon die Welpen finden es toll wenn sie freudig gelobt werden.

Sie sollen möglichst viele positive Dinge bei uns erleben und als normal kennen lernen. Das alles ist nur ein Bruchteil dessen, was in den ersten Lebenswochen wohl dosiert bei uns passiert.
Wir versuchen so, einen optimalen Start ins Leben zu ermöglichen..... das weitere Förderprogramm liegt in den Händen der neuen Welpeneltern.

Wir, das sind
Ilka, Reinhard & Angelika
hier mit Cuni, Anjo & Eika

 


Die Welpen bekommen ein spezielles Futter für grosswüchsige Rassen und werden in den ersten acht Wochen mehrfach entwurmt.
In der 8. Lebenswoche kommt der Tierarzt zu uns, gibt die Grundimmunisierung gegen
Staupe, Hepatitis,Leptospirose, Parvovirose und Zwingerhusten. Gleichzeitig werden die Welpen gechippt
und es wird ihnen Blut für die DNA Datenbank des RZV abgenommen.
 
In den Wochen bei uns wird der Wurf drei Mal durch eine Zuchtwartin der Landesgruppe NRW begutachtet.
Beim dritten Besuch wird zusätzlich ein kleiner Welpenwesenstest durchgeführt.
Für die Welpen wird vom Rassezuchtverein (RZV) für Hovawart-Hunde e.V. im VDH jeweils eine Ahnentafel ausgestellt.

Bei Übergabe der Welpen an ihr neues "Rudel" bekommen Sie unter anderem einen detaillierten Futterplan sowie einen Ordner
mit vielen Tipps - die für das Zusammenleben Mensch und Hund wichtig sein können - mit nach Hause.
In der Zeit nach der Abgabe – aber gerne auch ein Hundelebenlang - stehen wir als Ansprechpartner gerne zur Verfügung um
eventuell auftretende Fragen zu beantworten oder auch um sich - nur mal so - auszutauschen.



Wenn Sie mögen können wir gerne einen "Schnuppertermin" (siehe Impressum) vereinbaren.

                                                           
                                                 

Damit die Blume blühen kann,
braucht sie Erde, Wasser und Licht.
Der Hund braucht vor allem
die Wärme seiner Menschen !

 

 © Rabe,Hovawarte v.d. Posifitzen 2007

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